Die zunehmende Extensivierung der forstlichen Bewirtschaftung hat in den vergangenen Jahrzehnten zu großen Durchforstungsreservern geführt, die laut Österreichischer Forstinventur mit steigender Tendenz bei rund 64 Mio. Vfm liegen. Vorräte und Zuwächse steigen, viele Bestände sind zu dicht und bergen daher ein hohes Risiko. Angesichts der immer häufigeren Stürme (Kyrill, Paula, Emma ... ) und der langen Produktionszeiträume im Wald müssen bei der strategischen Planung Risiken frühzeitig erkannt und durch gezielte Maßnahmen minimiert werden. Speziell darauf abgestimmte Forsteinrichtungsprogramme und Geoinformationssysteme können dabei nützliche Instrumente sein.
Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass der Altersklassenwald nur künstlich stabil gehalten werden kann und dass der Aufwand dafür nicht unbeträchtlich ist. Angesichts der häufigen Katastrophen in jüngerer Zeit wäre ein Umdenken und eine Abkehr von der extensiven Altersklassenbewirtschaftung dringend notwendig. Unsere Nachbarn in Bayern, Slowenien und der Schweiz sind uns hier teilweise schon voraus, denn viele haben ihre Wirtschaftsweise grundlegend umgestellt und arbeiten näher an der Natur.
"Auszeichnen kann jeder? Am allerwenigsten aus der Harvesterkabine heraus oder mit der Motorsäge in der Hand" (P.KRAMER) Holz machen, den Markt bedienen und Lieferpläne erfüllen alleine reichen nicht aus, es mag wohl eine gewisse Zeit gut gehen, aber was dann?
Dazu Bericht in der ÖFZ Ausgabe April 2008.
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